Donnerstag, 29. März 2012

Vereinigte Staaten kooperieren in der Finanzkrise mit Europa



On 2012/03/28, in USA-Europa, by Amerika Dienst

Robert Hormats sagte, dass aufgrund des „Umfangs und der Qualität“ der US-Handelsbeziehungen zu und Investitionen in Europa die Ausweitung der Verbindungen zu der Region zu einer wirtschaftlichen Priorität wird.

On 2012/03/28, in USA-Europa, by Amerika Dienst

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Artikel von MacKenzie C. Babb, Autor im Büro für internationale Informationsprogramme des US-Außenministeriums, zur Kooperation der Vereinigten Staaten mit Europa in der internationalen Finanzkrise vom 28. März 2012.

Die Vereinigten Staaten werden weiterhin mit ihren europäischen Partnern zusammenarbeiten, um finanzielle Stabilität und nachhaltiges, ausgeglichenes Wachstum zu fördern, während sich die Volkswirtschaft in der Region erholt.

Staatssekretär Robert Hormats sagte am 27. März in Washington vor dem Auswärtigen Unterausschuss für Europa und Eurasien des US-Repräsentantenhauses: „Wir haben ein großes Interesse am Wohl und der Vitalität der Europäischen Union. … Das europäische Wachstum und die finanzielle Stabilität sind nicht nur für Europa wichtig, sondern auch für die Weltwirtschaft.“

Er bezeichnete die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der EU als einen der „zentralen Motoren der Weltwirtschaft“, und sagte, dass die Partnerschaft beinahe 50 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktes ausmache. Er sagte, dass die Handelsströme zwischen den Vereinigten Staaten und der EU 2,7 Milliarden US-Dollar pro Tag überstiegen und die ausländischen Direktinvestitionen auf beiden Seiten Millionen Arbeitsplätze geschaffen hätten.

„Unsere Verbindungen zu Europa sind tief gehend und lang anhaltend und wir haben auch während der weltweiten Finanzkrise und kürzlich während der Krise in der Eurozone eng zusammengearbeitet“, sagte Hormats und fügte hinzu, dass die Vereinigten Staaten die Bemühungen der führenden europäischen Politiker zur Ankurbelung der wirtschaftlichen Erholung in der Region für ermutigend halten.

„Wir sehen ein Engagement von Seiten der EU, die gegenwärtigen wirtschaftlichen Probleme nicht nur durch eine Haushaltskonsolidierung zu bewältigen, die dem Schuldenabbau dient, sondern auch durch die Förderung der Schaffung von Arbeitsplätzen und strukturelle Verbesserungen sowie die Umsetzung von Maßnahmen zur Unterstützung der Mitgliedsstaaten, damit diese wieder auf den Weg zu Wirtschaftswachstum gelangen“, sagte er.

Hormats erklärte, die europäischen Staaten entwickelten Strategien zur Sicherung der wirtschaftlichen Zukunft der Region sowie zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und der Nachhaltigkeit.

„Wir haben Grund zu der Annahme, dass durch die anhaltenden, entschiedenen Maßnahmen der führenden europäischen Politiker die Probleme … im Finanzsektor gelöst werden können“, so Hormats.

Der Staatssekretär sagte, dass, auch wenn die Weltwirtschaftskrise das Wachstum verlangsamt und die Regierungen sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa zu Haushaltskürzungen gezwungen habe, die Partner sich noch immer der Förderung gemeinsamer Ziele widmeten.

Er unterstrich die gemeinsame Arbeit der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union auf dem Gebiet der Wirtschaft, Politik und Verteidigung und fügte hinzu, dass die Zusammenarbeit durch multilaterale Organisationen wie die Gruppe der G20, die Welthandelsorganisation und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zur Förderung eines weltweiten offenen, transparenten und gleichberechtigten Handels- und Investitionsklimas geführt habe.

Hormats sagte, dass die Vereinigten Staaten und die Europäische Union als weltweit größte Geberländer auch weiterhin eine effektive und sich ergänzende Entwicklungshilfe leisteten.

„Europa ist ein unverzichtbarer Partner bei der Förderung von Frieden und Wohlstand durch Entwicklungshilfe“, so Hormats. „Gemeinsam können wir die Wirkung der Hilfe durch gezielte Kooperation in den Entwicklungs- und Schwellenländern weltweit verstärken.“

Hormats sagte, dass die Vereinigten Staaten und Europa ebenfalls zusammenarbeiteten, um weltweit für Unternehmen die Lieferkettensicherheit zu gewährleisten und die Durchsetzung einer regelkonformen Wirtschaftspolitik „auf Augenhöhe“ zu fördern.

Mit Blick auf die Zukunft sagte der Staatssekretär, dass die Vereinigten Staaten und die Europäische Union weiterhin zusammenarbeiten müssten, um Handelsschranken abzubauen – diese Arbeit werde beiden Seiten des Atlantiks nutzen, indem mehr Handel, mehr Arbeitsplätze und mehr unternehmerische Chancen geschaffen würden.

„Es liegt noch viel Arbeit vor uns“, so Hormats, „aber unsere Partnerschaft mit Europa … war niemals stärker oder bedeutender als heute“.

Der Staatssekretär sprach gemeinsam mit dem Vizepräsident der US-Handelskammer für Europa und Eurasien, Peter Rashish, und dem Direktor des Center for Transatlantic Relations der Johns Hopkins University, Dan Hamilton.

Originaltext: 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen